Schuld ist Gisela. Gisela ist die Nachbarin aus dem Plattenbau in Leipzig. Dmitrij Kapitelman, mit seinen Eltern aus Kiew in der Ukraine nach Deutschland gekommen, besucht sie gern. Er erzählt ihr, was für tolle Tore er geschossen hat. Sie erzählt ihm, was für Bücher er lesen sollte. Stefan Zweigs “Schachnovelle” ist das erste, das so richtig einschlägt. Ein Tiefenrausch des Lesens, sagt Dmitrij. Zwölf ist er da. Seitdem liest er. Warum? Sehnsucht.

Sehnsucht spielt immer eine Rolle beim Lesen. Ich würde die These aufstellen, dass ein nicht sehnsüchtiger Mensch nicht liest. Offenbar will man irgendwohin und irgendwas kennenlernen und irgendwas spüren. Das ist nicht nur Neugier und Wissensdurst.

Dmitrij Kapitelman

Heute lebt Dmitrij als Schriftsteller in Leipzig und Berlin. In seinen Büchern “Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters” und “Eine Formalie in Kiew” reflektiert er auf berührende, humorvolle und sprachspielerische Art und Weise die vielfältig verschlungenen Fragen um Herkunft und Identität – als in der Ukraine geborener, in Deutschland lebender Jude.

5 Bücher, die Dmitrij Kapitelman geprägt haben

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Dmitrij bei der Aufzeichnung des Podcasts in Berlin, im Begriff, eine Weintraube zu verspeisen.

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